Kombination
Photovoltaik + Wärmepumpe: Lohnt sich die Kombination?
Beide zusammen ergeben wirtschaftlich mehr Sinn als jede für sich: die Wärmepumpe braucht ganzjährig Strom, die PV-Anlage liefert ihn tagsüber kostenlos. Was das konkret bringt — und was nicht.
Stand: 2026-07-20. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Kurzfassung
- Solare Deckung: 25–40 % ohne Speicher, bis 62 % mit
- BEG-Förderung: bis zu 70 % Zuschuss für die Wärmepumpe, kumulierbar aus 4 Bausteinen
- Jahresarbeitszahl: realistisch 3.1–3.5 im Bestand (Luft-Wasser)
- Investition: 15.000 € – 35.000 € Eigenanteil nach Förderung (PV + Speicher + Wärmepumpe)
Warum sich beide ergänzen
Ohne Wärmepumpe liegt der Eigenverbrauch einer PV-Anlage meist bei 25–35 % des erzeugten Stroms — der Rest wird eingespeist. Eine Wärmepumpe erhöht den Strombedarf im Haus ganzjährig, dadurch steigt der Eigenverbrauchsanteil auf 25–40 % ohne Speicher, mit einem Speicher zusätzlich auf bis zu 62 %. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis statt nur die Einspeisevergütung.
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Aktuell geheizt mit
Heizkosten aktuell (Gas)
1.848 € / Jahr
Mit Wärmepumpe
1.344 € / Jahr
Rechnerische Ersparnis: 504 € pro Jahr bei einem Heizbedarf von rund 16800 kWh/Jahr — mit eigenem Solarstrom für den Wärmepumpenbetrieb wird daraus zusätzlich gespart.
Schätzung mit Richtwerten (Jahresarbeitszahl 3,5, Wärmepumpen-Strompreis 28 ct/kWh) — kein echtes Gutachten. Für eine belastbare Zahl fürs eigene Haus: Dach-Check starten.
Förderung für die Wärmepumpe
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind bis zu 70 % Zuschuss auf die Wärmepumpe möglich — die vier Bausteine sind kumulierbar:
Grundförderung
30 %Für jede förderfähige Wärmepumpe, unabhängig vom Einkommen.
Effizienzbonus
5 %Für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel oder Erdwärme/Wasser als Wärmequelle.
Klimageschwindigkeitsbonus
20 %Beim Austausch einer alten fossilen Heizung, degressiv gestaffelt nach Umsetzungsjahr.
Einkommensbonus
30 %Für selbstnutzende Eigentümer mit zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 40.000 € pro Jahr.
Die PV-Förderung (0 % USt, EEG-Vergütung, KfW 270) läuft davon unabhängig — mehr dazu im Förderungs-Ratgeber.
Was eine realistische Jahresarbeitszahl ist
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe pro eingesetzter Kilowattstunde Strom liefert. Herstellerangaben sind oft optimistischer als der reale Betrieb: Feldmessungen im Bestand (Fraunhofer ISE, WPmon-Projekt (Feldmessungen im Bestand)) zeigen für Luft-Wasser-Wärmepumpen im Schnitt 3.1–3.5, Erdwärmepumpen liegen mit rund 4.1 spürbar darüber — brauchen dafür aber eine aufwendigere und teurere Erschließung.
Gesamtinvestition
Für PV-Anlage, Batteriespeicher und Wärmepumpe zusammen liegt die Investition vor Förderung bei 32.000 € – 54.000 €. Nach Abzug der BEG-Förderung für die Wärmepumpe reduziert sich der Eigenanteil auf rund 15.000 € – 35.000 €. Die genaue Spanne hängt stark von Haus, Dämmstandard und gewählter Anlagengröße ab.
Häufige Fragen
PV + Wärmepumpe — kurz erklärt.
Brauche ich einen Batteriespeicher, damit sich die Kombination lohnt?
Nein, auch ohne Speicher steigt die solare Deckung des Wärmepumpenstroms auf 25–40 %, weil die Wärmepumpe tagsüber mitläuft. Mit Speicher sind höhere Werte möglich, aber kein Muss.
Kann ich PV- und Wärmepumpen-Förderung gleichzeitig nutzen?
Ja. Die PV-Förderung (0 % USt, EEG-Vergütung, KfW 270) und die BEG-Förderung für die Wärmepumpe laufen über getrennte Programme und schließen sich nicht gegenseitig aus.
Lohnt sich eine Wärmepumpe auch ohne Photovoltaik?
Das hängt vom Gebäude und dem Vergleichsheizsystem ab — unser Schnellcheck oben rechnet genau das durch. Photovoltaik verbessert die Wirtschaftlichkeit zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung.
Wie groß sollte die PV-Anlage für eine Wärmepumpe sein?
Als grobe Faustregel gilt rund 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch inklusive Wärmepumpe — für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe sind 10 kWp häufig eine sinnvolle Größenordnung. Die exakte Zahl für Ihr Dach liefert der Dach-Check.
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